Am kommenden Samstag, den 17.06., rufen die Seebrücke Münster, die Lokalgruppe Sea-Eye Münster, das Bündnis gegen Abschiebungen und die Aktion Bürger*innenasyl Münster zu einer Demonstration gegen die geplante Reform des europäischen Asylrechts auf. Start ist um 12 Uhr in der Windthorststraße am Hauptbahnhof Münster.
Aufruf:

Festung Europa durchbrechen – Demo gegen die GEAS-Reform
Die rassistische Reform des europäischen Asylsystems der EU ist ein Höhepunkt an Menschenverachtung. Der Rückfall selbst hinter die Standards der Menschenrechte und den Ansprüchen rechtsstaatlicher Absicherungen wird auf eine neue Stufe gehoben.
Infam präsentiert aber Annalena Baerbock die Einigung als Mittel, um die inhumanen Zustände an den Außengrenzen zu beheben.
Wahr ist aber das Gegenteil:
Die Reform verschlimmert die Lage an den Außengrenzen durch inhumane Grenzverfahren. Haftlager werden selbst für Kinder vorgesehen. Schutzsuchende werden, obwohl auf europäischem Boden, so behandelt, als wären sie nicht in die EU eingereist und damit von geltenden Rechten ausgeschlossen. Das heißt: Zum Raum der EU gehören nun ganz offen auch Räume des Ausnahmezustands nach einem rassistischen Kriterium.
Außerdem wird die Zeit für Grenzverfahren auf 12 Wochen verdreifacht. Sprich: Asylsuchende werden 3 bis 4 Monate in Camps hinter Stacheldraht gehalten. Unterstützung für Schutzsuchende wird dabei deutlich erschwert, falsche Ablehnungen ohne Möglichkeit eines Einspruchs sind vorprogrammiert.
Dabei bleibt es nicht: Asylanträge können auch direkt abgelehnt werden, wenn die Person über einen angeblich sicheren außereuropäischen „Drittstaat“ eingereist ist. Dabei werden die Kriterien, um die Sicherheit zu messen, massiv gesenkt. Die Regel werden „Flüchtlingsdeals“ mit Diktaturen sein. Der Kampf gegen Migrant*innen wird weiter externalisiert.
Nach langer schwerer Krankheit ist unser Weggefährte und Freund Volker Maria Hügel gestorben.
Das Bündnis gegen Abschiebungen Münster und die Initiative
Wir haben die Informationen erhalten, dass in Teilen der Zentralen Unterbringungseinrichtung in der Yorkkaserne seit dem 18.01.22 die Heizung ausgefallen ist. Dass es aufgrund von Umschlussarbeiten am Fernwärmenetz zeitweise zu Ausfällen der Heizungsanlage in der York-Kaserne kommen würde, war im Voraus bekannt und wurde von den Stadtwerken kommuniziert.
Das Gazo ist berdoht! Ein sozialer und kultureller Freiraum auf öffetnlichem Grund soll verschwinden damit dort Privatinverstor*innen Geld machen können. Das wollen wir nicht einfach so hinnehmen und rufen auch euch auf das Gazo zu unterstützen.
Bereits am 8.12. will die NRW-Landesregierung ihr restriktives Versammlungsgesetz durch den Innenausschuss bringen und eine Woche später im Landtag verabschieden. Nach Monaten des Stillstands aufgrund der starken Proteste soll es nun zack-zack gehen. Es ist bis jetzt nicht bekannt, welche Änderungen die Landesregierung noch einbringen will. Wir befürchten nichts Gutes. Deshalb gibt es am 4.12. und 8.12. dezentrale Proteste in NRW: https://www.nrw-versammlungsgesetz-stoppen.de/aktionen/
Am 27.11. nahmen ca. 80 Personen an den Kundgebungen und der Fahrraddemo für die Aufnahme der Menschen an der polnisch-belarussischen Grenze und gegen die Lagerunterbringung teil. Im Folgenden könnt ihr unseren Redebeitrag über die aktuelle Situation in der ZUE in Münster nachlesen:
*english below*
Wir rufen euch auf beim Bundesweiten Aktionstag „No Lager, nowehere!“ mitzumachen: